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SPD Ortsverein Dirmstein (Pfalz).

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Jutta Steinruck: "Generation Praktikum anständig behandeln" :

Arbeit

Jutta Steinruck, Sozial- und Beschäftigungsexpertin der SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament, äußerte sich heute im Rahmen einer Anhörung des Beschäftigungsausschusses besorgt über die Perspektiven junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt: "Praktika sind dazu gedacht, jungen Menschen einen Einblick in den Beruf zu geben. Was wir aber heute mit Sorge registrieren, ist der rasante Anstieg unbezahlter und unterbezahlter Praktika, die statt regulärer Beschäftigung aneboten werden."

Steinruck wies darauf hin, dass nur einer von zehn Praktikantinnen oder Praktikanten letztlich eine Festanstellung erhalten. "So reihen junge Menschen heute Praktikum an Praktikum, in denen sie nicht oder nur sehr gering entlohnt werden, aber ebenso viel Arbeit und Verantwortung tragen müssen, wie fest angestellte Kolleginnen und Kollegen. Mit dem Begriff ‚Generation Praktikum’ umschreiben wir eine soziale Schweinerei. Es muss uns schnell gelingen, hier soziale Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine anständige Behandlung und Bezahlung von Praktikantinnen und Praktikanten zur Regel macht."

Bereits heute sind junge Menschen doppelt so häufig arbeitslos als andere Altersgruppen. Hinzu komme, dass in den letzten Jahren fast jede zweite Neueinstellung nur befristet erfolgte. „Versetzen Sie sich einmal in die Lage einer 25-jährigen Frau. Sie haben nach dem vierten unbezahlten Praktikum eine Stelle für zwei Jahre gefunden. Ist das eine Perspektive, an Kinder, Eigentum oder auch nur eine Urlaubsreise zu denken?“ Dieses Beispiel mache nach Aussage der rheinland-pfälzischen SPD-Politikerin deutlich, weshalb es jetzt dringend geboten ist, die Chancen junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

"Das heutige Hearing war der Auftakt für eine der wichtigsten Aufgaben des Europaparlamentes in den nächsten Jahren. Wir müssen die Rahmenbedingungen schaffen, in denen jungen Menschen eine gute Perspektive für ihre berufliche Laufbahn geboten wird und sie nicht in sklavenähnlichen Praktikantenverhältnissen arbeiten müssen. Ich erwarte hier mehr als Appelle an die Unternehmen, wir müssen zeigen, dass wir aktive Arbeitsmarktpolitik betreiben wollen und können. Und auch das Europäische Parlament muss mit gutem Beispiel voran gehen und darf nicht unbezahlte Praktika anbieten," so Steinruck abschließend.

 

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